Centro Budista Camini del Diamante


Mittwoch - 20.00 h

Informationsabend
anschl. Meditation auf den 16. Karmapa

Samstag - 11.00 - 15 h
Praxistag
und gemeinsames Frühstück

BUDDHA IN DEUTSCHLAND: TAG DER OFFENEN TÜR AM SONNTAG, 22. OKTOBER

 

Was bedeutet Befreiung und Erleuchtung?

Befreiung bedeutet die Erkenntnis, dass Körper, Gedanken und Gefühle in ständiger Veränderung sind und deswegen kein wirkliches »Ich« bilden können. Dadurch erlebt man sich nicht mehr als Zielscheibe, was die Ursache allen Leidens ist. Erleuchtung ist der weitere, letztendliche Schritt. Hier strahlt das klare Licht des Geistes durch jede Erfahrung. Es besteht keine Trennung mehr zwischen Erleber, Erlebtem und Erlebnis. Der Geist genießt jeden Augenblick seine in ihm selbstentstandenen Fähigkeiten und ist in allem mühelos und spontan.

Worin unterscheiden sich die buddhistischen Richtungen?

Buddha gab Belehrungen für drei verschiedene Arten von Menschen. Wer Leid vermeiden wollte, bekam Auskunft über Ursache und Wirkung (»Kleiner Weg«, skt. »Hinayana« auch »Theravada« – »Schule der Ältesten« genannt). Wer mehr für andere tun wollte, hörte Belehrungen über Mitgefühl und Weisheit (»Großer Weg«, skt. »Mahayana«).  Wenn die Leute starkes Vertrauen in ihre eigene Buddhanatur hatten, lehrte er den »Diamantweg« (skt. Vajrayana). Buddha zeigte sich dabei in hologrammähnlichen Lichtformen oder vermittelte seine erleuchtete Sicht von der Natur des Geistes, das »Große Siegel« (skt. Mahamudra).  Im Diamantweg-Buddhismus lernt man, die Welt aus einer reichen und selbstbefreienden Sicht heraus zu erfahren. Die Anwendung der Mittel lässt tiefen inneren Reichtum entstehen. Dies führt zu Ungekünsteltsein und Unerschütterlichkeit bis sich schließlich jede erleuchtete Tatkraft des Geistes entfaltet.

Was kann Buddhas Lehre den westlichen Gesellschaften bieten?

Wirksame Mittel, die zu unmittelbarer Erfahrung des Geistes führen«, antwortete Lopön Tsechu Rinpoche, ein großer Meditationsmeister, der den tibetischen Buddhismus im Westen jahrzehntelang bis zu seinem Lebensende mit aufgebaut hat. Buddhas Lehre ist wie ein Diamant, der in seinem Wesen unveränderlich ist, aber doch in den Farben des Untergrundes strahlt auf dem er liegt. So hat sich die Lehre den kulturellen Bedingungen der einzelnen Länder angepasst, ohne dabei ihre Essenz zu verlieren. Zunächst wurden die Belehrungen 1500 Jahre lang in Indien übertragen und dann weitere 1000 Jahre in Tibet. Heute nutzen die Sichtweise und die Mittel des Diamantweg-Buddhismus auch den Menschen im Westen.